Sitzungsprotokoll vom 18. Dezember 2003 des Ausländerbeirates Marburg

 

Schriftführer

 Karolina Imilkowski

Anwesend:                     Frau Amdjadi, Herr Dr. Baraki, Frau Engel, Herr Konrad, Herr Korobko,
                                     Frau Matureli, Frau Petrosjan, Herr Rezzonico, Herr Sahip, Herr Dr. Sido
Entschuldigt fehlen:         Frau Stang, Frau Wollmann                                       
Unentschuldigt fehlen:     Herr Ahmad, Herr Toker
                        

Gäste:  

Frau Imilkowski (Praktikantin), Herr Jäger (FDP), Herr Löwer (Stadtverordnetenvorsteher), Frau Mehnert (CDU), Frau Pistor (B90/Grüne), Frau Schulze 

TOP 1

Begrüßung

Der Vorsitzende Herr Dr. Sido begrüßt alle anwesenden Mitglieder und Gäste und eröffnet um 18.30 Uhr die Sitzung. Es wird sodann die Beschlussunfähigkeit festgestellt. Der Vorsitzende schließt unter Hinweis auf eine Wiederholungssitzung um 19.00 Uhr sogleich die Sitzung.

Die Sitzung wird um 19.00 Uhr eröffnet. Die Beschlussfähigkeit wird mit 8 Mitgliedern festgestellt.  

Der Vorsitzende Herr Sido gibt bekannt, dass der Ausländerbeirat eine Einladung der PDS zur Vorstandssitzung am 8. Januar 2004 in der PDS-Geschäftsstelle und eine Einladung der CDU-Fraktion im Stadtparlament am 24. Februar 2004 um 18.30 im Stadthallen-Restaurant bekommen habe

TOP 2

Genehmigung des Protokolls vom 20. November 2003

Das Protokoll wird unter folgenden 3 Änderungen genehmigt:

1.      Änderung des TOP 4.2: Antrag „Fest der Feste“:  1. Zeile

Der Antrag „Fest der Feste“ ist nicht aus der Anlage zu entnehmen, sondern aus der Originalanlage.

2.      Änderung des TOP 5.1 Bericht aus dem Schul- und Kulturausschuss: 1. Zeile

Nicht Frau Spieß ist die neue Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, sondern Frau Daser.

3.      Änderung des TOP 5.3: Bericht aus dem Ausschuss für Soziales, Jugend und Frauen: Letzte Zeile

Der letzte Satz, dass die „Kürzungen und Kautionen bereits beschlossene Sache seien“,  soll gestrichen werden. 

TOP 3

Themen

Es stehen keine Themen zur Debatt

TOP 4

Wahl einer/eines zweiten Stellvertreterin/ Stellvertreters des Vorsitzenden

Der Hintergrund der Wahl einer/s Stellvertreters/in liegt im Namen selbst begründet. Der Ausländerbeirat braucht eine Stellvertretung für den Fall, dass der Vorsitzende verhindert ist.

Herr Sahip schlägt vor, dass es eine Frau sein solle.

Frau Engel schlägt Frau Petrosjan vor.

Frau Petrosjan nimmt die Kandidatur an.

Als Wahlkommission stehen Herr Konrad und Herr Rezzonico zur Verfügung.

Die Mitglieder werden dem Namen nach aufgerufen und zur Abgabe des Stimmzettels gebeten.

Frau Petrosjan wird einstimmig als stellvertretende Vorsitzende gewählt und sodann vom Vorsitzende zu ihrer erfolgreichen Wahl beglückwünscht. Stadtverordnetenvorsteher Herr Löwer beglückwünscht ebenfalls Frau Petrosjan und hofft auf eine gute Zusammenarbeit.

Frau Amdjadi überreicht im Namen des Ausländerbeirates der Praktikantin Frau Imilkowski ein Karton mit Weihnachtsgeschenken und bedankt sich bei ihr für ihre Arbeit im Ausländerbeirat.

TOP 5

Anträge

      5.1 Ringvorlesung 2004

Herr Konrad nimmt zu seinem Antrag Stellung: Die Ringvorlesung „Mit Religion Politik machen“ soll sich mit Kultur, Religion und Geschichte verschiedener Religionen befassen. Es soll Fragen nachgegangen werden, ob es sich bei Staaten um einen laizistischen oder religiösen Staat handelt.

Die Organisation dieser Ringvorlesung soll unter Rücksprache mit den Mitgliedern und dem Vorsitzende des Ausländerbeirates geklärt werden.

Der Antrag steht zur Abstimmung:

Mit 9 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wird der Antrag genehmigt.

      5.2 Eil-Anträge     

Es stehen 2 Eil-Anträge zur Debatte

1.      Eil-Antrag: Veranstaltung „Fest der Feste“

Der Ausländerbeirat ändert seinen Beschluss dahingehend, dass die Veranstaltung nicht Ende Januar, sondern bis Ende Juli 2004 stattfinden soll.

2.      Eil-Antrag: Bildung eines Vereins bürgerlichen Rechts

Dieser Eil-Antrag wird auf die Nächste Sitzung des Ausländerbeirates im Januar verlegt

TOP 6

Berichte

    6.1 

Jugendhilfe-Ausschuss (Frau Petrosjan)

Vor dem Jugendhilfe-Ausschuss versammelten sich Eltern, Kinder und Kindergartenbetreuer, um gegen die geplante Erhöhung der Kindergartengebühr zu demonstrieren. Sie überreichten ca. 2.300 Unterschriften an den Stadtrat Kahle. Die Gebührenerhöhung und Ermäßigung sollen noch mal überarbeitet werden.

   6.2 

AGAH: Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate in Hessen (Herr Konrad)

Als Gast beim AGAH war die hessische Sozialministerin Frau Lautenschläger erschienen. Obwohl fast alle freien Träger in Hessen von Kürzungen betroffen waren, war selbst die AGAH davon ausgenommen. Es wurden vorwiegend Detailprobleme besprochen. Im Großen und Ganzen gab es einen positiven Dialog mit der Hessischen Sozialministerin, die weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit der AGAH setzt. Angeblich ist die AGAH das Lieblingskind des hessischen Ministerpräsidenten Koch. Zum Schluss gab es eine anregende Diskussion über das Verbot des Kopftuches für Lehrerinnen. Eine Minderheit des AGAH bat um Zustimmung für einen Antrag, der sich bei der hessischen Landesregierung gegen das Kopftuch-Verbot aussprechen solle. Aufgrund des mittlerweile beschlussunfähigen AGAH, wurde die Diskussion unterbrochen und auf die nächste Sitzung vertagt.

Herr Baraki schlägt vor, das „Kopftuch“ zum Tagesordnungspunkt der nächsten Ausländerbeiratssitzung zu machen, damit die Vertreter des Ausländerbeirates wissen, wie sie abstimmen sollen.

6.3  Stadtverordnetenvorsteher Herr Löwer

Als Ehrengast war auf der letzten Sitzung des Ausländerbeirates der Stadtverordnetenvorsteher Herr Löwer von der SPD. Herr Löwer hält die Arbeit des Ausländerbeirates für sehr wichtig und misst dieser Arbeit Bedeutung zu, besonders weil sich der Ausländerbeirat Problemen widme.

1.      Des weiteren informiert Herr Löwer über die geplante Erhöhung der Kindergartengebühr. Diese Erhöhung sei notwendig, auch wenn man diese nicht gerne tue und auch kein Vergnügen bereite. Eigene Zuschüsse müssen vermindert werden. Auch die Zuschüsse für freie Träger, wie Kirchen und vor allem private Kindergärten (z.B. Waldorfverein) seien verringert worden. Diese seien jetzt abhängig von Beiträgen. Deshalb sei der Beitrag für einen Halbtagsplatz um 15 % auf 85 € erhöht worden. Insgesamt gebe es 6 verschiedene Gebührenstufen, die eine Ermäßigung von 100 % bis 10 % vorsehen. Dass sei eine möglichst soziale Regelung auf der Grundlage, dass einkommensschwache Familien ebenfalls Kinder in den Kindergarten schicken können.  

2.      Der Etat des Ausländerbeirates bleibe so, wie im Haupt- und Finanzausschuss beschlossen. Dieses Jahr stelle der Haushalt eine schwierige Situation dar. Mit Hilfe des Sparkurses habe von Oktober 2003 bis jetzt (Dezember) keine Änderung stattgefunden, um überhaupt den Haushalt ausgleichen zu können. Herr Löwer weist daraufhin, dass Marburg einer der wenigen Städten sind, die das überhaupt können. Hier zeige sich die Konsequenz der Sparbemühungen, die im Parlament angewendet worden seien.

3.      Herr Löwer lädt alle recht herzlich zur Stadtverordnetenversammlung ein.

4.      Herr Löwer bekundet, dass weiterhin großes Interesse an guter Zusammenarbeit bestehe, die tatsächlich vorhanden sei und auch aus seiner Sicht fortgesetzt werden solle. Allen wünscht er ein gesegnetes Weihnachtsfest, unabhängig davon, welcher Religion man angehöre, und einen guten Anfang im Jahr 2004.

Herr Konrad erkundigt sich bei Herrn Löwer, warum die Stadt Marburg die Zusammenlegung der Arbeits- und Sozialhilfe übernehmen solle, wenn doch Frankfurt dieses ablehne.

Herr Löwer weist darauf hin, dass sowieso ein Gesetzentwurf vorgelegt werden müsse, wie dieses stattfinden solle, wenn eine Kommune sich dazu bereit erkläre. Dieser Gesetzentwurf sei auch zustimmungspflichtig durch den Länderrat. Es sei auch nicht klar, welcher finanzielle Ausgleich dafür vorgesehen werde. Man solle aber diese Zusammenlegung nicht übernehmen, wenn die bisherigen Strukturen bleiben. Hier gebe es eine Struktur, die sich den bisherigen Probleme widme. Wieso sollen Arbeit und Kosten auf sich genommen werden, wenn kein anderes Ziel erreicht werde. Die Landkreise in Hessen mit viel Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger werden sich es überlegen. Flächendeckend werde es eher niemand machen.

TOP 7

Termine und Mitteilungen

Bitte den abgeänderten Terminplan der Sitzungen des Ausländerbeirates beachten!

TOP 8

Verschiedenes

Homepage:

Frau Engel bittet um die Abgabe der Lebensläufe für die Homepage des Ausländerbeirates. Des weiteren macht Frau Engel Vorschläge, um die Homepage zu verbessern.

1.      Eine Börse mit Kauf- und Verkaufsoptionen einrichten

2.      Liste mit Bibliographie

3.      Zeitungsartikel und andere Angaben an nur einer Stelle anbringen

4.      Position und Standpunkt des Ausländerbeirates zum Kopftuch

            Muttersprachlicher Unterricht

Herr Sahip macht bekannt, dass der muttersprachliche Unterricht an Schulen abgeschafft werden solle. Er fragt an, ob es möglich sei, Vereinsinitiativen, die so etwas durchführen, zu unterstützen und einige Projekte zu finanzieren.

Der Vorsitzende Herr Sido bedankt sich bei allen und wünscht ein schönes Fest und ein frohes neues Jahr. Die Weihnachtsfeier wird eröffnet. Die Sitzung wird geschlossen.

Dr. Sido 

Karolina Imilkowski

Vorsitzender 

Protokollführer